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Information
Etwa 6000 Jahre ist das Schwungrad nun schon auf der Erde bekannt, um heute langsam aus dem PKW zu verschwinden. Doch die alte Töpferscheibe wird weiterhin in industriellen Fahrzeugen ihren Dienst tun. Dass es überhaupt in Viertaktern zum Einsatz kam, lag an der Ungleichmäßigkeit der Drehbewegungen, die ein Schwungrad ausgleicht. Einmal in Gang gesetzt speichert es die aufgenommene Energie, um sie bei Bedarf abzugeben. Wie bei der Töpferscheibe zu erkennen, läuft das Schwungrad weiter, auch wenn der Fuß schon keine Bewegungen mehr ausübt. Dabei ist der Lauf gleichmäßig und die aufgenommene Energie wird nicht auf einmal weitergeleitet. Für ein Auto bedeutete dies, dass die Verbrennung ruhiger verläuft und selbst der Starter ruhiger arbeitet.
Wie durch den Motor im Auto so erhält die Töpferscheibe vom Fußtritt die Energie, die von einer Welle in ein Drehmoment umgewandelt wird. Im Auto ist dies die Kurbelwelle. Die Trägheit der Masse der Scheibe wird genutzt, welche schnelles Bremsen verhindert, dabei aber die aufgenommene Energie behält. Auch wird kaum Verlust durch Reibung entstehen. Das Trägheitsmoment der Kurbelwelle wird sogar noch erweitert. In mittelalterlichen Maschinen ist ein Schwungrad etwa seit dem 11. Jahrhundert beschrieben worden. Aus Nachrechnungen ergab sich, dass es damals schon auf über 100 U/min kam. Weiter wurden die Einsätze erst in der Dampfmaschine wieder neu gedacht. Heute besitzt es in Flugzeugen und industriell genutzten Fahrzeugen noch seine Daseinsberechtigung.
In den ersten Straßenbahnen wurde das Schwungrad auch als Energiespeicher benutzt. Während der Beschleunigung wurde Kraft gespeichert, die zum Bremsen abgerufen werden konnte. Im modernen PKW erledigen die preiswerteren Akkumulatoren die Arbeit. Das Schwungrad besitzt zwar eine fast unendliche Lebenserwartung, amortisiert sich aber wegen der hohen Produktionskosten erst nach acht Jahren, so dass es für Konsumgüter unwirtschaftlich ist. In unserem Onlineshop finden Sie es stets günstig, was auch für alle weiteren Teile gilt, wie etwa Thermostat, Unterdruckleitung, Wasserkühler, Wischermotor, Zentralverriegelung etc.
Schwungradausfall erkennen und beheben
Um das Schwungrad zu überprüfen, sollten Sie sich in einem ersten Schritt seine Außenseite anschauen. Und mit der Überprüfung zu beginnen, starten Sie den Motor. Lauschen Sie genau. Sollten Fremdgeräuschewahrnehmbar sein, wenn Neutralstellung eingelegt ist und ein maximaler Drehmoment herrscht, und sollten Sie Vibrationen wahrnehmen können, so deutet dies auf einen Defekt am Schwungrad hin.
Wenn Sie das Schwungrad genau untersuchen möchten, so müssen die entsprechenden Bauteile entfernt werden. Achten Sie erneut genau auf die Oberfläche. Sollte das Schwungrad zu heiß laufen, so können Sie das an Flecken mit unterschiedlicher Farbe auf der Oberfläche des Schwungrad erkennen. Achten Sie darauf, wo sich die Flecken genau befinden. Falls die von Ihnen entdeckten Flecken mehrere Farben haben und ihre Färbung am Reibungsabschnitt dunkler ist, so deutet dies darauf hin, dass das Schwungrad manchmal zwar zu heiß ist, es bedeutet aber nicht, dass das Schwungrad generell ausgefallen ist. Sollten die Flecken, die Sie entdeckt haben, blau sein und sollten Sie glühende Flächen bei den Nieten, an den Seiten oder am Heck finden können, so ist dies ein irreparabler Defekt. Auch Kratzer, Risse oder ausgetretener Schmierstoff weist darauf hin, dass das Schwungrad komplett gewechselt werden muss.
Wenn Sie überprüfen möchten, wie gut das Schwungrad funktioniert, werden Sie dafür Spezialwerkzeug brauchen. Nur so kann der maximale Drehmomentwinkel bestimmt werden. Auch der radiale und axiale Abstand des Bauteils muss gemessen werden.
Folgende Anzeichen deuten darauf hin, dass das Schwungrad möglicherweise defekt ist und einer Wartung bedarf:
Mögliche Gründe dafür, dass das Schwungrad ausfällt
Fehler am Schwungrad sind nicht selten durch Überhitzung ausgelöst. Das Schwungrad muss konstant arbeiten, und zwar auch bei hohen Temperaturen. Sollte die Heizlast zu hoch sein, so werden die Dämpferfedern leiden. Die Komponente kann so reißen. Extreme Temperaturen führen auch dazu, dass das Schmiermittel zu stark erhitzt wird oder verbrennt. Das wiederum führt dazu, dass das Bauteil blockiert oder die Axiallager brechen.
Sollte das Schwungrad überhitzen, so kann das mehrere Ursachen haben. Zum Beispiel könnte es sein, dass der Motor unzuverlässig dreht, dass die Kupplung nicht richtig funktioniert, dass die Kraftstoffversorgung einen Fehler hat, dass es Defekte der Zündanlage gibt oder dass der Fahrer sein Auto sehr aggressiv benutzt.
Fehler in der Komponente sind nicht selten, wenn der Fahrer sein Fahrzeug auf eine Weise benutzt, die dem Bauteil zusetzt. Das ist zum Beispiel, wenn der Wagen stets in niedrigen Umdrehungen benutzt wird. Auch das schnelle Wechseln zwischen Zahnrädern, ein zu schnelles Loslassen des Kupplungspedal oder ein plötzlicher Start setzen dem Bauteil zu. Die Kräfte, die auf das Schwungrad wirken, werden dadurch deutlich erhöht, die Dämpferfedern können brechen und die Axiallager können ebenfalls kaputtgehen. Genauso wie das Gehäuse des Schwungrad.
Sollte der Motor fehlerhaft abgestimmt sein, so kann dies ebenfalls zu einem Ausfall des Schwungrad führen. Das geschieht zum Beispiel, wenn der Motor so eingestellt ist, dass mehr PS aus ihm wirken.
Das Schwungrad ersetzen
Immer wenn die Kupplung ausgetauscht wird, sollte auch das Doppelschwungrad ersetzt werden. Das wird normalerweise alle 180.000 km notwendig. Sollten Sie Ihren Wagen und das Schwungrad pfleglich behandeln, so kann seine Lebensdauer deutlich verlängert werden. Ein einzelnes Schwungrad hält in der Regel länger.
Das Schwungrad zu ersetzen ist recht schwierig. Es ist nicht nur besonders viel Expertenwissen notwendig, sondern auch viel Zeit. Zudem wird Spezialwerkzeug benötigt. Nach dem Einbau muss die Komponente kalibriert werden. Der Austausch des Schwungrades kann daher nicht durch Sie selbst erfolgen. Sie müssen dazu eine Profiwerkstatt aufsuchen.